Führen mit Feedback Teil 1 – Führung ist ein ganz natürliches Verhalten

Führung ist etwas Natürliches
Führung ist etwas Natürliches

Peter Drucker sagte einst: „The only definition of a leader is someone who has followers.“ Mit diesem Satz steige ich ein in einen Vierteiler. Die folgenden vier Beiträge handeln von einer Art des Führens – und zwar vom „Führen mit Feedback“. Der erste Beitrag umfasst dabei die Sicht, dass Führung ein natürliches Verhalten ist.

Rangordnung

In einer Gruppe von Tieren, welche eine Gemeinschaftsaufgabe betreibt, entwickelt sich Führungsverhalten – vom Bienenstock bis zum Wolfsrudel existiert dieses natürliche Phänomen. Auf sich alleine gestellt, würde weder der einzelne Wolf noch die einzelne Biene erfolgreich ihre Aufgabe oder viel mehr ihr Überleben erreichen. Aus diesem Grund entstehen Gemeinschaften bei Tieren. Die Wölfe gehen daher in Gruppen jagen und leben ebenso auch in diesen Gruppen. In der Hierarchie dieser Gruppen steht an der Spitze ein Alphatier bzw. Alphapärchen. Er führt das Rudel und bestimmt die Hierarchie in der Gruppe. So eine Rangordnung hat sich als ziemlich sinnvoll erwiesen. Es entstehen weniger Streitigkeiten sowie Kämpfe untereinander. Die Reihenfolge der Futtervergabe, der Fortpflanzung und an der Tränke werden durch diese Rangordnung geregelt. Denkt man über diese natürlich entwickelte Hierarchie im Detail nach, so erkennt man durchaus eine Sinnhaftigkeit darin. Stellt Euch vor was passieren würde, wenn es keine Rangordnung geben würde. Es würden Kämpfe beim Essen, beim Trinken oder bei der Fortpflanzung entstehen. Die Auswirkung wäre ein hoher Kraft- und Zeitverlust. Auch soziale Aufgaben wie z.B. das Schlichten von Streitigkeiten oder das Initiieren von gemeinsamen Aktivitäten werden vom Alphatier übernommen. Jungtiere respektieren das Asphaltier. Sie erkennen – wenn teilweise auch widerwillig – die Vormachtstellung des Alphatieres. Diese Akzeptanz ist die Grundvoraussetzung zur Führung und bildet somit ein Grundelement jeder echten Führung.

Die Führung in der Tierwelt wurde durch die Evolution sehr raffiniert entwickelt.

Das Alphatier 

Wie stellt man sich ein Alphatier vor?

Kräftig und groß muss es sein – so ein Gorilla, wie wir ihn aus dem Zoo kennen. In der Tierwelt wird die Führung meist von den physisch dominantesten Tieren übernommen; aber auch Erfahrung spielt eine große Rolle bei der natürlichen Vergabe von Führung in der Tierwelt. Des Weiteren gibt es drei weitere charakteristische Merkmale einer tierischen Führungskraft:

MOTIVATION 

Tiere, welche eine bestimmt Ressource am dringendsten benötigen, sind eher bereit eine Führungsrolle zu übernehmen. Hierbei denkt das Tier in erster Linie an sein eigenes Wohl.

TEMPERAMENT 

Tiere mit einer hohen Ausgeprägtheit von Mut eignen sich eher als Führer als scheue Tiere. Diese folgen eher dem Alphatier.

WISSEN 

Als letztes und wichtiges Charakteristikum gibt es das spezifische Wissen oder eine besondere Fähigkeit, durch die das Tier eine Führungsrolle einnimmt.

Bei dem Verfahren der Rangauslese kommen somit in tierischen Hierarchien meist nur qualifizierte Tiere als Führungskraft in Frage bzw. diese Tiere werden ganz natürlich diesen Platz einnehmen.

Führung ist also biologisch gesehen ein ganz natürliches Verhalten, welches es, historisch betrachtet, bereits vor der Industrialisierung von Ländern oder dem Militär gab.

 

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